Server-Metriken - eine joint study in
Schweiz-Österreich-Deutschland
Unten sehen Sie erste
Ergebnisse - ausführlich in IT-Management 1-2/2010, S. 32-36 oder
zum download bei
www.docu-trade.com /Suchwort Michels,
dann Jochen Michels / Reiter "Dokumente" / Artikel wählen: "Urmeter fürs
Computing"
Inzwischen haben wir fast 2.000 Servermodelle zur Auswertung bekommen.
Jetzt kann jeder mitmachen, der mindestens 50 Server betreibt und die Daten zur
Verfügung stellt. Wir haben nicht den Ehrgeiz, eine perfekte Lösung für eins
der schwierigsten Probleme im IT-Betrieb zu finden, nämlich Massgrössen für Abrechnung, Benchmarking
und Preisvergleiche zu schaffen. Aber der bisherige Erfolge zeigt, dass wir auf
gutem Weg sind, brauchbare Einheiten zu finden, die für den IT-Rechenzentrums-Kundenverkehr, für jede
Anwendung und alle Branchen gelten.
Zunächst werden für die IT-Infrastruktur
Benchmarks gefunden, die hier weiterhelfen. Auch zum Preisvergleich gegenüber
Cloud-Computing kann man sie einsetzen.
Begründung:
Statt heute mit einer Unzahl
divergierenden Metriken können wir künftig nach überall vergleichbaren Standards
den Rechner-Betrieb bewerten, benchmarken, und
abrechnen. Auch für die Entscheidung "Virtualisierung versus Mainframe oder
Serverfarm" bieten sie entschiedene Vorteile. Klar ist, dass diese Leistungs-Vergleiche nur einen Teilaspekt
jeder Entscheidung darstellen. Jedoch ist es ohne Klarheit in diesem Punkt
kaum sinnvoll, über Alternativen nachzudenken.
Unser Ziel ist nicht die technische Perfektion, sondern pragmatische Transparenz und Akzeptanz. Da wir eine betriebswirtschaftlich/statistische
Vorgehensweise walten lassen, sind saubere Daten wichtiger als
perfektionistische Formeln und Benchmark-Suiten
Es geht primär um physische Server. Wenn Sie
virtuelle Server betreiben, brauchen wir zusätzlich die Daten der physischen
Server. Alle Daten werden absolut vertraulich behandelt. Monatlich werden alle
neuen Teilnehmerdaten ausgewertet und diese erhalten die Ergebnisse. Wer
keine Daten beistellen kann, kann Ergebnisse zu Selbstkosten erhalten.
Um die Leistungsfähigkeit von Rechnern
vergleichbar zu bewerten, sind erforderlich:
1. bei marktgängigen
Servern auf Basis von Intel, AMD und Power Prozessoren die:
Andere Hersteller
werden nur berücksichtigt, wenn von ihnen wenigstens 100 Modelle existieren.
2. für jedes Modell wird
aus Anzahl Cores, Taktfrequenz und RAM die Leistungskennzahl "SLW" (Server Leistungs Wert) gebildet. Es ergibt sich eine lückenlose Bewertung vom
kleinsten bis zum stärksten Server. Die genaue Formel wird vorerst nur den
Teilnehmern mitgeteilt. Diese Bewertung korreliert stark
mit
SAPs gemäss dem SAP-Benchmark
Verfahren (Sizing)
TPC-C nach dem Transaction
Processing Council
Specint2006 nach dem Standard
Performance Evaluation Council
In Vorbereitung ist die Korrelation
mit dem rperf - Benchmark von IBM und ggf. weiteren
3. Weiter wird auch eine Brücke
zwischen Mainframe-Metriken wie
SU,
MSU,
PVU oder
MIPS
und den SLW geschlagen. Wenn für einen nennenswerten Anteil
der Gesamtzahl Server - sagen wir 10 bis 20 Prozent - solche
Mainframe-Werte konsensuell akzeptiert sind, wird schliesslich für jeden Server ein entsprechender Mainframe-Metrikwert zugeordnet
und umgekehrt.
Hierzu sind Erfahrungen und Ideen
wichtiger als ein mathematisches Verfahren. Bei unserem Vorgehen handelt es sich nicht um eine exakt-rechnerische Formel, sondern einen konsensgestützten pragmatischen betriebswirtschaftlichen Ansatz.
4. Alle Teilnehmer erhalten
entsprechende Auswertungen und können ihre Erfahrungen beisteuern.
5. Im Anschluss ist auch an eine
Weiterentwicklung zur Bemessung von IT-S e r v i c e s
gedacht. Diesen Schritt wollen wir nicht vor dem ersten gehen.
Nehmen auch Sie teil und
profitieren von den Ergebnissen!
dies ist ein Auszug aus
dem veröffentlichten Artikel in IT-Management und GeldinstituteWas macht ein CIO. wenn mal wieder neue Kapazitäten im
Rechenzentrum gebraucht werden ? Oder wenn er virtualisieren will ? Oder wenn
der Hersteller-VB ihm nahe legt, mit einem Mainframe seinen Serverpark abzulösen
? Oder umgekehrt, wenn er den ungeliebten Mainframe durch einige Server ersetzen
möchte ?
……………………………………………
Fast immer scheitert dann die Frage nach vergleichbaren
Werten sehr schnell an der umständlichen Normierung. Da es keine offiziellen
Standards gibt, muss man sich erfahrene Spezialisten buchen. Manchmal arbeiten
diese mit eigenen Formeln und Vergleichstabellen, die man nicht recht
durchschauen kann. Und ob das Ergebnis schliesslich wirklich belastbar ist, muss
man eher glauben als wissen.
Daher wird hier ein Massstab vorgeschlagen, der ebenso
einfach wie transparent ist. Die Genauigkeit ist dabei zwar nicht perfekt,
bietet aber in vielen Fällen ausreichende Vergleichbarkeit.
Man bildet nach einer einfachen Formel einen Wert aus
Prozessoren, Rechenkernen, Taktfrequenz und Arbeitsspeicher. So bekommt man
Werte, die weitgehend mit den Leistungs-Kennziffern von TPC und SPEC sowie
SAPs-BM parallel
laufen. Wir nennen diese Kennzahl den Server-Leistungs-Wert (SLW). Bis auf
einige Ausreißer bilden sie eine recht kontinuierliche Kurve. Dazu kommt als
Vorteil, dass man diesen Wert selbst errechnen kann und daher nicht auf
Hersteller oder Berater zurückgreifen muss.
Zur Erhärtung dieser Formel wurden etwa 1.500 verschiedene
Servertypen untersucht, die uns von Teilnehmern der Aktion mitgeteilt wurden.
Sie kommen von IBM, Fujitsu, Siemens, HP, Dell. Davon haben
etwa tausend einen TPC Wert, der zwischen 4 Mio. und 200 liegt, eine enorme
Spanne. Etwa 300 – vornehmlich Fujitsu Server - haben einen Wert für den
Specrate-2006-Test. Von SPEC gibt es mehr als ein Dutzend verschiedene
Benchmark-Varianten, die sich nach Alter, Technik und Ergebnis-Aussage
unterscheiden. Der „rate“- und der „rate-base“- Benchmark soll vor allem den
Durchsatz anzeigen und liegt zwischen 20 und 300. Die anderen Server haben
entweder keinen Benchmark-Wert oder Randgruppen-Werte wie z. B. OLTP,
Specint2000, PVU.
Stellt man nun die SLW-Ergebnisse den TPC- und SPEC- oder
SAPs-Werten
gegenüber, so ergeben sich Kurven, die gut korrelieren. Zwar gibt es auch
Ausreisser, die sich um die SLW Kurve scharen, doch sind ihre Abweichungen für
das IT-Finanzmanagement unbedeutend. So kann man die Computing-Power
eines Rechenzentrums sehr gut mit einem Outsource Vertrag oder einem
Cloud-Angebot vergleichen. Zum Beispiel bekommt man bei Amazon für die EC2-Unit
ziemlich genau xxxxxxx SLW für 0,010 USD oder rund 7 Euro-Cent. Bei Microsoft
liegt das Azure-Angebot bei 12 US-Cent, und auch da stehen ähnliche Werte
dahinter.
Das kann man dann gut mit dem eigen Rechenzentrum
oder dem Outsourcer vergleichen